Zink Eisen
Zink-Eisen ist eine Zink-Legierung mit einem Fe-Anteil von 0,3% bis 1%, die sich durch hohe Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse auszeichnet. Die Schicht wird im Regelfall auf Stahl- und Eisenwerkstoffen eingesetzt und aus alkalischen Elektrolyten abgeschieden. Die Zink-Eisen-Legierung hat gegenüber der klassischen galvanischen Verzinkung verbesserte Werte in der Korrosionsbeständigkeit und erlaubt mit entsprechenden Passivierungen die Abscheidung von tief schwarzen Schichten.
Damit ist Zink-Eisen im Vergleich zu KTL und Pulverbeschichtung die technisch bessere Alternative bei schwarzen Oberflächen, da zusätzlich eine kathodische Schutzwirkung besteht. Bei korrosiver Beanspruchung bildet sich ein fest haftender, gräulicher Oxid-Film auf der Oberfläche, der nicht ablösbar ist. Das Zink hat darüber hinaus kathodische Fernwirkung, d.h. bei Verletzungen der Oberfläche wirkt Zink als Opferanode und schützt auch den blanken Stahl in der unmittelbaren Umgebung. Zink-Eisen Oberflächen haben typischerweise Schichtstärken von 8µm bis 10µm, diese Schichten erreichen problemlos 480 h im Salzsprühnebeltest gegen Rotrost.
Abhängig von den dekorativen Anforderungen kann die Zink-Eisen Oberfläche metallisch silbergrau oder schwarz passiviert werden – die typische Korrosionsbeständigkeit gegen Weissrost liegt bei 240 h. Die Passivierungen sind i.d.R. CrVI+-frei; im Einzelfall sind auch CrVI+-haltige Systeme im Einsatz. Eine anschließende Behandlung mit Gleitmittel oder Versiegelung ist möglich; die Haftung von Lacken auf Zink-Eisen ist ausgezeichnet.
Die Wasserstoffversprödung durch den Beschichtungsprozess kann durch eine anschließende Wärmebehandlung vermieden werden, so dass dieses Verfahren auch für hochfeste Stahlsorten in Frage kommt.






