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16.04.2009 Collini plant neues Werk in Bad Wurzach

Die Collini Holding AG mit Sitz in Hohenems (Vorarlberg) beabsichtigt den bestehenden Standort Ravensburg-Schmalegg durch ein Werk neuester Bauart im interkommunalen Gewerbegebiet "Oberschwäbischer Gewerbe- und Industriepark Bad Wurzach" zu ersetzen. Bei einem anvisierten 3-Schichtbetrieb sollen in einer hochmodernen Verzinkerei bis zu 90 Arbeitsplätze entstehen.

Dipl.-Ing. Werner H. Bittner, Mitglied des Vorstands der Collini Holding AG stellt die Pläne des österreichischen Oberflächentechnik-Konzerns vor. Die Gruppe betreibt an 12 Standorten in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Russland und Rumänien im Bereich Oberflächentechnik Unternehmen in den Sparten Galvanik, Feuerverzinken und Organische Beschichtung. Die Gruppe beschäftigt derzeit ca. 1300 Mitarbeiter und plant neben der Modernisierung der inzwischen nur noch zwei älteren Standorte den Ausbau der Aktivitäten in Osteuropa mittels zusätzlicher Standorte. Die Collini Holding AG hatte im Jahre 1984 die dort früher bereits seit einigen Jahren bestehende Verzinkerei in Ravensburg-Schmalegg übernommen.

Am derzeitigen Standort ist die geplante Modernisierung im Hinblick auf die vorhandene Grundstücksgröße unmöglich. Die Collini Gruppe hatte sich deshalb ihrem stets geübten Grundsatz der regionalen Standorttreue nach attraktiven Alternativstandorten im näheren Umfeld umgesehen. Zur Sicherung der bestehenden Anzahl von Arbeitsplätzen und im Hinblick auf die Erweiterung der Wertschöpfungskette der metallverarbeitenden Industrie- und Handwerksbetriebe in der Region wurde ein Standort im Landkreis Ravensburg favorisiert.

Nach intensiven Gesprächen mit den Bürgermeister Roland Bürkle (Bad Wurzach) und Roland Weinschenk (Bad Waldsee) hat sich die Collini Gruppe für einen Werksneubau im Oberschwäbischen Gewerbe- und Industriepark Bad Wurzach entschieden. Dieses interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet geht auf eine gemeinsame Initiative der Städte Bad Wurzach, Bad Waldsee und der Gemeinden Bergatreute und Wolfegg zurück. Die Verbandsversammlung in der die genannten Kommunen vertreten sind hatte der Ansiedlung der Firma Collini bereits zugestimmt und ein Industriegrundstück von rd. 3,3 ha in Aussicht gestellt.

Collini plant einen Werksneubau nach den neuesten technischen Standards analog zum bereits im April 2008 in Betrieb gegangenen Schwesterwerk in Judenburg, Steiermark. Die Mitarbeiterzahl soll von derzeit 38 Mitarbeitern im Endausbau auf ca. 90 Mitarbeiter (bei 3-Schichtbetrieb) ansteigen.

Die Vertreter der Verbandsgemeinden Roland Bürkle, Roland Weinschenk, Helmfried Schäfer und Peter Müller begrüßen die Standortentscheidung als wichtige Voraussetzung für die in der Region ansässigen metallverarbeitenden Industrie- und Handwerksbetriebe. Sie würdigen ausdrücklich den bedeutenden Beitrag der Collini Holding AG, die sich durch diese erhebliche Investition in die deutsche Wirtschaft einbringt. Damit werden trotz krisenhafter Wirtschaftsentwicklung  Arbeitsplätze im ländlicher Raum gesichert und ausgebaut.

Die Collini Holding AG hat das Projekt zwischenzeitlich zur Genehmigung beim Regierungspräsidium Tübingen eingereicht. Die bestehenden Einwände zum Industriegebiet OGI sind Herrn Bittner seit einigen Tagen bekannt. Bürgermeister Bürkle dazu: "Wir sind guten Mutes, daß das Verfahren auch rechtssicher ist.!"

Mit dem neuen Werkskonzept wird ein Maximum an Arbeitssicherheit und Energieeffizienz erreicht. Viele der Arbeitsabläufe sind zwischenzeitlich automatisiert und computergesteuert. Im Mittelpunkt steht der Beruf des Oberflächenbeschichters. Die Mehrzahl der Stellen kann mit Grundkenntnissen aus der Metallverarbeitung und handwerklicher Tätigkeiten abgedeckt werden. Nach erfolgtem Start, der für Mai/Juni 2010 geplant ist, werden auch 3 bis 4 Ausbildungsplätze angeboten werden.

Bild: v.l.n.r. Peter Müller (Bürgermeister von Wolfegg),
Dipl.Ing. Uwe Lay (Betriebsleiter Collini Ravensburg),
Dipl.Ing. Werner H. Bittner (Mitglied des Vorstandes Collini),
BM Roland Bürkle, Roland Weinschenk (BM Bad Waldsee), Kämmerer Peter Depfenhart

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