05.07.2009 Jugendliche als Gestalter der Zukunft bei Collini
Collini Lehrlinge und Gymnasiasten entwerfen eine gemeinsame Zukunft
Kürzlich besuchten Schüler des Gymnasiums Feldkirch den Oberflächenveredler Collini in Hohenems. Gemeinsam mit Collini Lehrlingen schufen die Oberstufenschüler im Rahmen eines Workshops Visionen der Zukunft.
Beim Kreativworkshop ging es darum utopische Visionen und Szenarien zu entwickeln, die über das "Normale" hinausgehen - könnte man zaubern, wie würde die "Zukunft 2020" aussehen? Wie verändern sich die Arbeitswelt, aber auch Schule und weitere Lebensbereiche.
Modernste Produktionsanlagen weisen in die Zukunft
Bei einem Rundgang durch die Produktion konnten die Arbeitsplätze der Lehrlinge besucht werden. Collini setzt galvanische Verfahren ein, mit denen Schichten im 1.000sten Millimeterbereich auf Werkstoffe aufgetragen werden. Die Werkstoffe erhalten mittels Oberflächenbeschichtung Eigenschaften, welche sie für ihre Verwendung als Bauteil in Automobilen, Konsumgütern, Seilbahn- oder Stahlbauten oder auch in der Bauindustrie benötigen. Veredelt wird am Standort Hohenems auch für die Elektro-, Elektronik- und Beschlagindustrie. Es wird kaum ein Tag vergehen, an dem nicht jeder von uns mit einem durch Collini veredelten Bauteil Kontakt hat.
Mit Fotoapparaten ausgestattet wurden Schüler und Lehrlinge während des Rundgangs durch die Produktion eingeladen, Vorschläge für eine veränderte Zukunft 2020 festzuhalten. So entstanden utopische Bilder einer möglichen Arbeitswelt.
Kreativität und Einfallsreichtum war gefragt
"Wir finden das irrsinnig lässig, dass Schüler und Lehrlinge zusammengekommen sind! Spannend wie die Gruppen sich ergänzen" meint Brigitte Walk, Theaterpädagogin des Vorarlberger Landestheaters. Auch Helmut Schlatter, gelernter Museumspädagogik, der den Workshop gemeinsam mit Walk führte, war von den Beiträgen der Jugendlichen begeistert.
Als Hauptthemen einer sich ändernden Zukunft 2020 wurden von den Jugendlichen die Bereiche Umweltschutz, Automatisierung und Fortschritt identifiziert. Aber auch Themen wie Gleichberechtigung, Zugang zu Bildung und Individualisierung sind sowohl für die Lehrlinge, wie auch die Schüler von Bedeutung. "Man sollte den Menschen als Individuum sehen, und nicht als Masse - der Mensch ist ein wichtigter Faktor in der Arbeitswelt, er darf nicht wegrationalisiert werden", stellt Kevin Gross, Fünftklässler des Gymnasiums Feldkirch fest, "und trotzdem darf nicht auf Fortschritt durch Automatisierung und technische Entwicklungen vergessen werden."
Neben der Fachausbildung zählt Sozialkompetenz
Die Vermittlung von Sozialkompetenz nimmt in der Lehrlingsausbildung bei Collini einen hohen Stellenwert ein. Dazu meint Guntram Obwegeser, Lehrlingsbeauftragter bei Collini: "Wir wollen den besten Obeflächentechniker der Welt am Standort Hohenems ausbilden. Dazu gehört neben einer fundierten Fachausbildung, die Vermittlung von Sozialkompetenz. Die Erfüllung dieser Aufgabe liegt in der gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens und auch der Schule. Es ist wichtig, bei der Jugend die entsprechenden Initiativen zu setzten. Genau deshalb führen wir solche Workshops durch."
Partner der metallverarbeitenden Industrie
Die Collini Gruppe ist Partner der Metall- und Kunststoffverarbeitenden Industrie und veredelt Werkstoffe mittels Oberflächenbeschichtung. Dies hat wesentliche volkswirtschaftliche Bedeutung. Die im Inland erbrachte Dienstleistung der Oberflächenbeschichtung erspart Devisen für den Import von Rohstoffen sowie Energie und erhöht die Wertschöpfung im eigenen Land.



